Eröffnungsveranstaltung
Freitag, 11.September 2009 Ort: Audimax, Campus der Universität Hamburg Eröffnung 7. Festival der Kulturen 17.45 Uhr Musikalische Matinee mit Ilies Bouhedadja 18.00 Uhr Offizielle Eröffnung mit Peter Lohmeyer, Christian Rudolf und Sabine Kulau 18.30 Uhr Podiumsdiskussion Die Diskussion: mit Angelina Akpovo, Dr. Robert André, Federica de Cesco, Dr. Detlef Görrig, Latifa Kühn und Ursula Neumann Verstehe ich dich richtig? Über die Herausforderung des toleranten Miteinanders Der verständnisvolle Umgang zwischen Menschen, ob sie kulturell oder religiös geprägt sind, ist ein hohes Gut. Doch wie viel Toleranz bringen wir aus dem täglichen Leben mit? Beginnt die Angst vor dem Fremden oder vor der anderen Lebensweise wieder stärker zu werden, oder können wir das Andere akzeptieren? Die Anschläge vom 11. September 2001 und die Entwicklungen haben seither gezeigt, wie zerbrechlich und gefährdet das friedliche Zusammenleben ist. Misstrauen, wechselseitige Abgrenzungen und pauschale Verdächtigungen können schnell eskalieren. "Verstehe ich dich richtig" lautet deshalb die Frage, die sich bei allen zwischenmenschlichen Kontakten immer wieder stellt. Eine Frage, die wir zum Auftakt des 7. Festivals der Kulturen in Hamburg aufgreifen. Expertinnen und Experten, die seit vielen Jahren in Theorie und Praxis interkultureller Kommunikation zuhause sind, werden auf dem Podium diskutieren. Am Jahrestag der Terroranschläge sollen dabei auch die kulturellen und religiösen Ressourcen benannt werden, die für ein tolerantes Miteinander bereits vorhanden sind. Es gilt nach Mitteln und Wegen zu suchen, diese in die Gesellschaft einzubringen und dabei auch mit Enttäuschungen und Rückschlägen konstruktiv umzugehen. Ein Abend, der in den Mittelpunkt rückt, wozu uns alle die Begegnung mit Menschen mit unterschiedlichen Kultur- und Religionsverständnis heute herausfordert. Auf dem Podium diskutieren: ![]() Angelina Akpovo In Benin geboren. Sie lebt als Künstlerin und Leiterin des Alafia Festivals in Hamburg. Angelina Akpovo geht in ihrer Arbeit von den Lebenswirklichkeiten der Frauen, die in den traditionellen Gesellschaften immer eine große Rolle gespielt haben, aus. Sie engagiert sich besonders für die Aufklärung über AIDS und Beschneidung von Frauen, die auch in unserer Gesellschaft immer noch vorkommen. Nach oben ↑ ![]() Dr. Robert André Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Hamburg, Tübingen und Baltimore. 2004 macht er sich mit der Philosophischen Praxis Hamburg selbstständig und ist seit 2008 Partner der Unternehmensberatung König & Consultants. Seit Januar 2007 lädt er einmal im Monat zum Philosophischen Salon ein. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Hamburg. Nach oben ↑ ![]() Federica de Cesco Geboren in der Nähe von Venedig, verbrachte sie ihre Kindheit an wechselnden Orten in Italien, Eritrea, Deutschland und Belgien. Sie studierte Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Lüttich. 1962 zog Federica de Cesco in die Schweiz. Seit 1971 ist sie mit dem japanischen Fotografen Kazuyuki Kitamura verheiratet. Zu ihren bekanntesten Werken gehören: Der rote Seidenschal oder jetzt neu erschienen Das Haus der Tibeterin. Federica de Cesco gilt als eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen und wurde hierfür auch schon mehrfach ausgezeichnet. Nach oben ↑ ![]() Dr. Detlef Görrig Pastor der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und Beauftragter seiner Kirche für den christlich-islamischen Dialog in Hamburg und Schleswig-Holstein. Lehrbeauftragter im Bereich Religionswissenschaft und Theologie der Religionen am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität in Hamburg. Dr. Görrig studierte in Hamburg, Wien, Jerusalem und Stanford (USA) und promovierte über den christlich-jüdischen Dialog nach 1945. Nach oben ↑ ![]() Latifa Kühn, M.A. In Kabul geboren, kam sie im Alter von vier Jahren nach Deutschland. Zu ihrer Laufbahn gehören Studium der Politik,- Islam- und Vergleichenden Religionswissenschaft (Universität Bonn), Studium "Interkulturelles Management" Universtität Hamburg, mehrjährige Tätigkeit im Bundespresseamt und einem internationalen Verlag, Trainer- und Beraterausbildung. Seit sieben Jahren ist sie freie Dozentin und Beraterin für Interkulturelle Kommunikation, 2004 war sie Lehrbeauftragte an der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg. Ihre thematischen Schwerpunkte sind: Islam, Afghanistan und Migration. Nach oben ↑ ![]() Moderation: Ursula Neumann Professorin am Institut für Internationale und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Sie promovierte 1978 nach Studium und Referendariat für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Erziehungswissenschaft an der Universität/ Gesamthochschule Essen. In einer empirischen Studie untersuchte sie dabei die Erziehungsvorstellungen von Migranten aus der Türkei. 1999 bis 2002 war sie Beauftragte des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für Fragen der Migrationspolitik und seit 2004 ist sie Vorstand der Stiftung "umdenken", der Landesstiftung der Heinrich-Böll-Stiftung. Nach oben ↑
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